AYELEN PAROLIN

TROUPEAU/REBAÑO

Janina Stroetgen Tageblatt (Luxemburg) Montag 17 september 2007

Geografisch ungebunden und offen für neue Umgebungen


Noch mehr nackte Haut gab es am Freitagaben im ‘Dance Palace’ bei der Show ‘Troupeau’. Die in Brüssel lebende Künstlerin Ayelen Parolin beeindruckte das Publikum durch ihre Provokationen, ihren Mut und ihre Schamlosigkeit. Drei Schafe waren auf der Bühne zu sehen, die zunächts faul herumlagen, sich lausten, sich hin und wieder aneinander rieben und dann anfingen zu kämpfen. Plötzlich entpuppen sich die Schafe zu Ayelen Parolin und ihren zwei Mittänzern, Geert Vaes und Adriaan Russouw Van Der Merwe, die wild kreischend nackt auf der Bühne agieren.
Die drei Künstler zeigten auf hemmungslose, ehrliche Weise das Tier im Menschen und warfen dabei so einige Konventionen über Bord. Ausgewälte Accessoires wie Boxhandschuhe, ein Leopardenstring oder Lippenstift gaben der Show ihren ironischen Touch. Als dann zum Schluss die Stimme der argentinischen Band ‘Nada’ mit dem Text ‘if you want to give a show, just give a show’ erklang, saß Ayelen auf einem ihrer Mittänzer, der mit einem Schafsfell zugedeckt war, und hatte einen Apfel im Mund, Straußenfedern auf dem Kopf und eine Pistole in der Hand.
Ob dieser Programmpunkt bewusst aus der Abtei hinaus verlegt wurde, um das dortige Publikum nicht zu sehr zu schockieren, sei dahingestellt...

Janina Stroetgen Tageblatt (Luxemburg) Montag 17 september 2007